
Über 120 Jahre Immobiliengeschichte in Kassel
Seit 1902 sind wir als Familie in Kassel zuhause – und mit unseren Immobilien eng mit der Stadt verbunden.
Was vor über 120 Jahren mit der Gründung der Gebr. Kölsch eGbR begann, ist bis heute ein familiengeführtes Unternehmen geblieben. Über Generationen hinweg haben wir Gebäude entwickelt, erhalten, umgebaut und immer wieder neuen Nutzungen zugeführt. Dabei ist uns eines besonders wichtig: Immobilien sind für uns nicht nur Gebäude, sondern ein Teil der Geschichte und des Lebens einer Stadt.
Viele unserer Häuser erzählen genau diese Geschichten. Sie stehen für unterschiedliche Epochen Kassels, für Wandel und Wiederaufbau – und gleichzeitig für unsere eigene Familiengeschichte.
„Über 120 Jahre Immobiliengeschichte bedeuten für uns vor allem eines: Verantwortung über Generationen hinweg. Wir besitzen unsere Gebäude nicht einfach nur – wir begleiten sie. Wir erleben, wie sich Nutzungen verändern, wie sich die Stadt wandelt und wie aus alten Gebäuden immer wieder neue Orte entstehen.
Dabei möchten wir Bewährtes bewahren, wo es erhaltenswert ist, und gleichzeitig offen für Neues bleiben. Denn wir sehen unsere Immobilien nicht nur als Kapitalanlage, sondern als Teil der Stadt, in der unsere Familie seit über einem Jahrhundert zuhause ist.“
Das Neue Capitol
Wilhelmsstraße 2a / Seidlerstraße 3 / Garde-du-Corps-Straße 2, 34117 Kassel
Wo heute das Capitol steht, befand sich einst das Gelände der Garde-Kaserne. Bereits in den 1920er Jahren errichteten die Gründer der Gebr. Kölsch eGbR hier einen großzügigen Filmpalast mit rund 2.500 Sitzplätzen.
Das erste Capitol wurde 1929 eröffnet und war mit seiner aufwendigen Marmorverzierung ein beeindruckendes Beispiel für den Glanz des beginnenden Tonfilmzeitalters.
Im Jahr 1943 wurde das Gebäude durch eine Brandbombe so schwer beschädigt, dass es nach dem Krieg nicht wieder aufgebaut werden konnte. Für die Familie Kölsch war jedoch klar: Der Standort sollte seiner ursprünglichen Nutzung als Ort für Film und Begegnung erhalten bleiben.
So entstand nach dem Krieg ein neues Lichtspieltheater. Mit dem Entwurf wurde der Kasseler Architekt Paul Bode beauftragt, Bruder des späteren Documenta-Gründers Arnold Bode. Bereits 1949 konnte das neue Capitol eröffnet werden.
Ein kleines Stück dieser Geschichte ist bis heute sichtbar: Der damalige Capitol-Schriftzug auf dem Dach befindet sich noch immer am Zugang zum Gebäude an der Wilhelmsstraße 2a.
Heute ist das Capitol weit mehr als ein Kino. Neben dem Multiplex-Kino mit knapp 1.400 Sitzplätzen befinden sich hier Restaurants, ein Fitness- und Gesundheitsstudio sowie zahlreiche Büros und Praxen.
Für uns ist das Capitol ein schönes Beispiel dafür, wie sich ein Gebäude über Jahrzehnte verändern kann, ohne seine Geschichte zu verlieren.
„Wenn wir heute durch den Eingang an der Wilhelmsstraße gehen und den alten Capitol-Schriftzug sehen, ist das für uns immer auch ein Blick zurück. Mehr als 100 Jahre Familiengeschichte und die Geschichte dieses Hauses sind hier miteinander verbunden.“
Obere Königsstraße 41 / Treppenstraße 1
34117 Kassel – ehemaliges „Amerikahaus“ / „Nahlsches Haus“
Auch dieses Gebäude steht auf historischem Grund und erzählt eine ganz besondere Geschichte.
Im 18. Jahrhundert errichtete Johann August Nahl d. Ä. das ursprüngliche Gebäude. Das Haus entwickelte sich zu einem der bedeutenden Künstlerhäuser Kassels. Im 19. Jahrhundert wurde es von der Familie Kölsch erworben und mit Unterstützung der Denkmalpflege umgebaut.
Bei diesen Arbeiten kam auf dem Dachboden ein ungewöhnlicher Fund zum Vorschein: Neben historischen Stichen wurden mehrere Kisten mit insgesamt 25 verschiedenen Tapeten entdeckt. Die Tapeten wurden dem Kasseler Tapetenmuseum überlassen und sind damit bis heute Teil der Stadtgeschichte.
Der Zweite Weltkrieg hinterließ auch an diesem Gebäude schwere Spuren. Große Teile wurden zerstört, doch Mauern und Teile des historischen Fassadenschmucks konnten erhalten werden.
In den 1950er Jahren wurde das Gebäude umfassend neu aufgebaut. Die stadtseitige Fassade wurde abgebrochen und auf den erhaltenen Grundmauern durch einen Neubau ersetzt. Dieser Nachkriegsbau steht heute selbst unter Denkmalschutz.
Von 1955 bis 1964 befand sich hier das Amerikahaus – einer unserer damaligen Mieter. Für viele Menschen aus der Kunst- und Kulturszene dürfte dieser Name bis heute mit Kassels Geschichte verbunden sein.
Ein besonders schönes Detail erinnert noch heute an die lange Geschichte des Ortes: Im Treppenhaus befindet sich eine Kanonenkugel, die in die Mauern des Vorgängergebäudes eingeschlagen war. Sie stammt aus dem Jahr 1813, als Kassel während der Befreiungskriege von russischen Truppen unter General Alexander Iwanowitsch Tschernyschow belagert wurde.
Solche Spuren machen ein Gebäude für uns besonders. Sie erzählen davon, was an einem Ort bereits geschehen ist – und erinnern daran, dass auch heutige Nutzung immer nur ein Kapitel in einer langen Geschichte ist.
„Manchmal sind es die kleinen Dinge, die uns an der Geschichte eines Hauses besonders berühren – wie die alte Kanonenkugel im Treppenhaus oder die Geschichten, die sich hinter den Mauern verbergen. Solche Details erinnern uns daran, dass wir mit unseren Immobilien immer auch ein Stück Geschichte übernommen haben.“
Untere Königsstraße 77
34117 Kassel
Die Untere Königsstraße 77 steht für ein anderes Kapitel unserer Immobiliengeschichte.
Das fünfgeschossige Wohn- und Geschäftshaus entstand in den 1960er Jahren und befindet sich direkt am Kasseler Stern – einem zentralen Verkehrsknotenpunkt und lebendigen Treffpunkt mitten in der Stadt.
Heute vereint das Gebäude unterschiedliche Nutzungen: Einzelhandel, Praxen, Büros und Wohnungen befinden sich hier unter einem Dach.
Der Standort spiegelt dabei sehr schön wider, wie vielfältig und lebendig Kassel ist. Rund um den Stern treffen täglich Menschen unterschiedlichster Herkunft und Kulturen aufeinander. Öffentlicher Nahverkehr, Gastronomie, Einzelhandel, Arbeiten und Wohnen prägen diesen Teil der Innenstadt.
Auch hier gilt für uns: Ein Gebäude ist dann lebendig, wenn es genutzt wird und Teil des täglichen Lebens der Stadt ist.
„Wir kennen diesen Teil der Kasseler Innenstadt seit Generationen. Zu sehen, wie sich die Stadt und ihre Bedürfnisse verändern, gehört für uns ganz selbstverständlich zur Arbeit mit unseren Immobilien. Unser Anspruch ist es, unsere Häuser so weiterzuentwickeln, dass sie auch in Zukunft zu ihrer Umgebung und zu den Menschen passen, die sie nutzen.“
Unsere Verbindung zu Kassel
Über 120 Jahre Firmengeschichte bedeuten auch über 120 Jahre Veränderung.
Gebäude haben sich verändert, Nutzungen haben sich gewandelt und die Stadt um uns herum ist immer wieder neu entstanden. Was geblieben ist, ist unsere Verbundenheit mit Kassel und die Verantwortung, die wir als Eigentümer für unsere Immobilien tragen.
Wir möchten Bestehendes bewahren, wo es wertvoll ist, und gleichzeitig Raum für Neues schaffen. Dabei verbinden wir die Geschichte unserer Häuser mit den Anforderungen der Gegenwart – und hoffen, dass einige dieser Gebäude auch für kommende Generationen ein Stück Kasseler Stadtgeschichte bleiben.
